Datum: 08.08.2021
Autor: Flurin Rettich
Anzahl Bilder: 1

SOW 2021 in Arosa

Im nebligen Arosa angekommen, durften wir uns im Kongresszentrum einchecken. Nachdem wir unser Corona-Impfzertifikat vorgewiesen hatten, bekamen wir ein buntes Armband. Jede Teilnehmerin brauchte ein solches, um an der SOW mitmachen zu können. All jene, die noch nicht geimpft waren, mussten Mitte Woche einen Test machen gehen. Anschliessend holten wir noch unsere Startnummern, welche in einem wasserdichten Give-away-Beutel waren.
  1. Etappe - Die Rassige
Am Sonntag Morgen lief noch nicht viel, da wir alle erst nach dem Mittag starteten. Eine Stunde vor dem Start gingen meine Geschwister und ein paar Freunde zum WKZ, das nur gerade fünf Minuten von unserer Wohnung entfernt lag. Wir weilten dort nicht lange, es ging schon bald zum Start. Uns erwartete eine Bahn, die erst durch den schnell belaufbaren Wald oberhalb Arosa führte und danach im Dorf endete.
Um 18:45 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg zum WKZ, denn es fand die Eröffnungsfeier und anschliessend die Rangverkündigung der ersten Etappe statt. Wir durften für Gian Rettich und Lukas Gasser applaudieren, die in ihrer Kategorie auf den ersten Platz gelaufen waren.
An diesem Abend ging es für uns etwas früher ins Bett, denn am folgenden Tag durften wir früh raus.
  1. Etappe - Die Luftige
Wir mussten schon um 7 Uhr auf den Bus, da wir noch mit der Urdenbahn auf die Lenzerheider Seite mussten. Der Start befand sich etwas unterhalb der Motta-Hütte, wo wir kurz nach 9 Uhr starteten. Die meisten Kategorien hatten wegen dem steilen Gelände viel Höhe, welche sich aber nicht sehr gut auf die lange Bahn verteilte. Das würde sich bei den nächsten Etappen nicht ändern. Das Gelände war sehr übersichtlich und meistens gut belaufbar.
  1. Etappe - Die Rockige
Heute stand eine verkürzte Mitteldistanz auf dem Programm. Etwa eine Stunde später als am Tag zuvor standen wir wieder an der Urdenbahn. Heute ging es nicht gleich nach drüben, denn das WKZ war auf der Arosa Seite. Um zum Start zu gelangen, fuhren wir mit der Urdenbahn nach drüben und von dort aus ging es noch ein bisschen runter. Die Etappe hiess nicht ohne Grund „die Rockige“; gegen den Schluss wurde es sehr steinig und es hatte grosse Felsen. Nach dem Ziel durften die Läufer*innen noch 30 Minuten zurück zum WKZ hochwandern.
  1. Etappe - Die Bärenstarke
Nach dem Ruhetag ging es auf das Weisshorn. Neben der Mittelstation war das WKZ. Zum Start musste man wie bei jeder Etappe erst durch den Check-In. Dort wurde geprüft, ob man alles dabei hatte: Badge, Corona-Armband, Maske, Trillerpfeife und Startnummer. Danach wurde man mit der Brüggerhorn Sesselbahn nach oben transportiert. Von dort aus musste man wieder etwas runter bis zum Start laufen. Unsere H14-Bahn war sehr schnell gelegt worden: Lange Posten, die sehr typisch für eine Langdistanz sind und nicht allzu schwere Postenstandorte.
  1. Etappe - Die Trickige
Die einen Kategorien hatten heute einen sehr langen Weg an den Start, neunzig Minuten Marschweg. Meine Kategorie H14 gehörte jedoch nicht dazu. Es war eine sehr schwierige verlängerte Mitteldistanz. Das fehleranfällige Startgelände war wirklich tricky. Kurz vor Schluss gab es für alle Kategorien noch eine Pflichtstrecke. Dort wäre das Ziel gewesen, falls es Hochwasser gehabt hätte. Das war jedoch nicht der Fall und somit war das Ziel erst nach der Rüfe.
  1. Etappe - Die Entscheidende
Vom WKZ aus, welches neben der Talstation Hörnli lag, ging es für alle etwa vierzig Minuten bis zum Start. Die längeren Kategorien konnten noch mit der Gondel hochfahren und danach runter gehen, die kürzeren mussten einfach in die andere Richtung marschieren. Für uns gab es zum ersten Mal in dieser Woche eine Zielüberhöhung. Unsere Bahn führte erst durch den Wald hoch bis die Weiden begannen, dann ging es noch weiter hoch, bis man nicht noch höher konnte und wieder runter bis ins Ziel.
Petrus meinte es diese Woche sehr gut mit uns. Die Gewitterwolken zogen erst auf, als die Mehrheit der Läuferinnen im Ziel angekommen waren. Doch dann ging es ziemlich schnell: Erste Tropfen fielen, ehe die Clubzelte zusammen geräumt wurden, dann kam ein Platzregen und alle Teilnehmerinnen verschwanden aus dem WKZ. Zum Glück fuhren die Busse in kurzen Abständen Richtung Arosa Dorf. Um 16:15 Uhr war noch die Siegerehrung im SOW Wettkampfszentrum, bei welcher doch ein paar Zimmerberglerinnen auf dem Podest stehen durften.
Es war die zweite Swiss-O-Week, an welcher ich teilnahm. Es machte grossen Spass.