Datum: 09.11.2022
Autor: Martin Gross

Dank guter Taktik SM-Titel gewonnen

An der Schweizermeisterschaft im Team OL, die am Sonntag, 6.11. im Gebiet Eggen zwischen St. Gallen und Speicher ausgetragen wurde, gewann das OL Zimmerberg Team zum vierten Mal in Folge den Titel. Diesmal starteten Lilly und Paula Gross nicht wie üblich mit ihrer Schwester Julia sondern mit der Juniorin Lena Gasser.

Weil Julia Jakob mit ihrem zweiten Kind schwanger ist, fragten die Gross-Schwestern schon vor einigen Wochen ihre Klubkollegin Lena Gasser an, ob sie Lust hätte, an der Team-OL SM im Elite-Team mitzulaufen. «Mit dieser Anfrage hatte ich nicht gerechnet», erzählt die Juniorin und fügt freimütig an: «Ich fühlte mich geehrt, dass Lilly und Paula mit mir die Schweizermeisterschaft laufen wollten, aber je näher der Lauf kam, je nervöser wurde ich.» Weil die Mannschaften an der Team SM nur den Start, das Ziel und einen Kontrollposten gemeinsam anlaufen müssen, sprintete Paula Gross gleich nach dem Start alleine los, während sich ihre Schwester Lilly und Lena Gasser überlegten, wo sie ihre Teamkollegin wieder ablösen könnten. Schon vor dem Start erfuhr Gasser von den beiden erfahrenen Läuferinnen, dass reibungslose Badge-Übergaben das Rennen entscheiden können.

«Gleich nach dem Start war die Nervosität weg», berichtet Gasser und ergänzt: «Lilly fragte mich sogar, welche Posten ich anlaufen möchte. Ich hatte dann genügend Zeit, zwei meiner fünf Posten schon mal auszukundschaften, wollte aber auf keinen Fall zu spät am Übergabeposten eintreffen». Tatsächlich klappten die Übergaben des Badges beim Zimmerberg-Team bestens. In der zweiten Hälfte des Rennens wurde es für Gasser hektisch. «Zusammen mit Lilly rannte ich am Schluss den steilen Wald hinunter zum Ziel. Ich staunte wie, schnell die ehemalige Nationalkaderläuferin diesen Steilhang bewältigte und versuchte einfach irgendwie zu folgen», fasst Gasser die temporeiche Schlussphase des Rennens zusammen. Weil das Zimmerberg-Team früh gestartet war, musste das Trio lange auf die Entscheidung warten. «Es war ein unbeschreibliches Gefühl, als endlich klar wurde, dass niemand unsere Zeit unterbieten konnte», schwärmt die 19-jährige Horgnerin. Den Moment, als sie mit den Gross-Schwestern zuoberst aufs Podest steigen durfte, wird sie wohl nicht so schnell vergessen.