Datum: 05.10.2022
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OL Weekend: Eine Zitterpartie mit Happy End

Nach rund drei Jahren Vorbereitungsarbeit stand unser Wettkampf auf Madrisa eine Woche vor dem Termin auf Messers Schneide. Wenig fehlte, und wir hätten die Übung abbrechen müssen. Am Freitagabend, 30.9. mussten wir dann noch einen schwierigen Entscheid fällen.

Die Wetterprognose für die Woche vor unserem Grossanlass in den Bündner Bergen versprach nichts Gutes. Die angekündigten Niederschläge und die tiefen Temperaturen bereiteten sowohl den Verantwortlichen für den Weltcup wie auch uns Sorgen. Der Super Gau für die Leute vom Weltcup wäre eine schneebedeckte Strasse nach Madrisa gewesen, eine Situation, die die Materialtransporte für die Fernsehübertragung verunmöglicht hätte. Unsere Hauptsorge galt den Posten auf über 2300 Meter über Meer, die im felsigen Gebiet standen.

Entscheidende ZOOM-Sitzung am Donnerstag

Im Verlaufe der Woche zeichnete sich ab, dass die Temperaturen nicht ganz so tief fallen und nur wenig Niederschläge das Prättigau erreichen würden. Anlässlich der gemeinsamen Online-Sitzung am Donnerstagnachmittag entschieden wir zusammen mit dem Weltcup-OK, beide Wettkämpfe auf Madrisa durchzuführen. Unser Problem mit den hochgelegenen Posten, die tatsächlich im Schnee standen, war damit aber noch nicht gelöst. Der Plan B lautete, die längsten Bahnen, die ins kritische Gebiet führten, abzukürzen. Weil die Karten bereits gedruckt waren, hätten wir dies aber in einer Nacht-und-Nebel-Aktion von Hand machen müssen. Am Freitagabend entschieden wir dann, die Bahnen nicht zu verkürzen, dafür aber die betroffenen Läuferinnen und Läufer mit einem Merkblatt auf die Gefahren aufmerksam zu machen.

Happy End mit viel Lob und einem guten Gefühl

Was dann am Samstag und am Sonntag passierte, haben viele von euch selber miterlebt. Unsere Organisation funktionierte an beiden Tagen tadellos. In allen Bereichen standen wir über der Sache. Der einzige nennenswerte Zwischenfall war vielleicht ein platter Reifen an unserem Büssli, eine Panne, die sich zum Glück erst am Sonntagnachmittag nach dem Wettkampf ereignete und rasch behoben werden konnte.

Viele Teilnehmende lobten unsere Organisation und bedankten sich bei mir für unseren grossen Einsatz. Ein Beispiel dafür ist jener Senior, den ich nach dem Zieleinlauf fragte, wie sein Lauf gewesen sei, worauf er begeistert meinte: «Ganz verreckt, ganz verreckt!!!»

Am Dienstagnachmittag, nach dem Rückbau der Zeltstadt in Höhwald, fuhren Thomas und ich müde aber zufrieden mit der Bahn wieder ins Unterland. Wir waren uns einig, dass die OL Zimmerberg an diesem Wochenende etwas ganz Besonderes geleistet hat.

Präsi