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„Die Postenstandorte verrate ich sicher nicht“ (26.04.15/mg)

Am Muttertag-Sonntag, 10.5. organisiert die OL Zimmerberg im Zentrum von Richterswil einen Sprint-OL, an dem rund 500 bis 600 Läuferinnen und Läufer erwartet werden. Die Richterswiler Spitzenläuferin Julia Gross bekleidet als Bahnlegerin im Organisationskomitee eine Schlüsselfunktion.

Julia Gross, welches sind eigentlich die Aufgaben einer Bahnlegerin?
Ich muss für alle Teilnehmenden niveaugerechte Parcours aushecken. Das heisst, ich darf Kinder nicht überfordern und fortgeschrittene OL-Läufer nicht langweilen.
Du kennst als Einheimische, die hier aufgewachsen und zur Schule gegangen ist, das Dorf wie deine Hosentasche. Ist das bei der Bahnlegung eher ein Vorteil oder ein Nachteil?
Das ist schon ein Vorteil. Ich weiss bei vielen Postenstandorten ganz genau, wie es dort aussieht. Auf der anderen Seite habe ich in meinem Kopf wie „festgetrampelte“ Pfade. Ich schaue das Dorf nicht mehr neutral an.
Gab es für dich bei der Bahnlegung Überraschungen?
Nein, bis jetzt nicht. Ich hoffe nun, dass kurz vor dem Lauf nicht noch eine neue grosse Baustelle aufgeht. Das wäre dann eine eher unangenehme Überraschung für mich.
Worauf hast du besonders wert gelegt? Was ist dir wichtig?
Ich möchte, dass die Läuferinnen und Läufer den besonderen Charakter des Dorfes, die vielen Winkel und engen Gassen erleben. Unter anderem habe ich auch darauf geachtet, dass der Familien-Parcours kinderwagengängig ist.
Mit welchen Schwierigkeiten hattest du bei deiner Arbeit zu kämpfen?
Im Startbereich braucht es viele Posten, damit die verschiedenen Bahnen schnell auseinander gehen. Bei rund dreissig Kategorien ist es manchmal schwierig, die Übersicht zu behalten.
Verrätst du uns den Standort von einzelnen Posten?
Nein, das mache ich sicher nicht. Die Postenstandorte sind ein Geheimnis, das erst am Start gelüftet wird. Nur die Bahnlegerin und der Kontrolleur wissen, wo die Posten stehen werden. Natürlich werden die Parcours vorher auf die Karten gedruckt, doch diese bleiben dann bis zum Lauf unter Verschluss. Wettkämpferinnen und Wettkämpfer dürfen sich vor dem Lauf nicht im Laufgelände aufhalten, ausser sie wohnen im Dorf. Wer per Bahn anreist, fährt in die Burghalde, und für die Autofahrer ist der KESO-Parkplatz reserviert.
Als Bahnlegerin bist du bis zu einem gewissen Grad auch für die Sicherheit der Teilnehmenden verantwortlich. Welche Vorkehrungen wurden in dieser Beziehung getroffen?
Zusammen mit der Gemeindepolizei haben wir ein Sicherheitskonzept erarbeitet. Pascal Rubrecht wird uns am Lauftag Material und Knowhow zur Verfügung stellen. Wir sind sehr froh um seine Unterstützung. Der Dorfkern wird während des Wettkampfes am Sonntagmorgen fast verkehrsfrei sein. Letztlich liegt aber die Verantwortung bei jedem Teilnehmenden.
Für den 8. Zimmerberg OL ist die OL-Karte Richterswil neu überarbeitet worden. Wie wichtig ist eine aktuelle OL-Karte bei einem Sprint-OL?
Ohne eine aktuelle Karte macht ein Sprint-OL wenig Spass. Details wie offene oder geschlossene Tore und Zäune sind wichtig und müssen stimmen. Die Karte muss auch bei hohem Wettkampftempo lesbar sein. Sie sollte so viele Details wie nötig, aber so wenig wie möglich haben, sonst ist die Karte überladen und unleserlich.
Als Bahnlegerin kannst du natürlich nicht selber am Wettkampf teilnehmen. Bedauerst du das?
Nein. Für einmal bin ich gerne Bahnlegerin. Weil ich das Dorf so gut kenne, wäre ein Lauf in Richterswil für mich nicht mehr sehr spannend.
Bestimmt werden auch Richterswilerinnen und Richterswiler am Wettkampf teilnehmen. Wie gross ist deren Heimvorteil?
Einheimische haben eine Grundorientierung im Dorf. Das ist sicher ein Vorteil, der aber auch trügerisch sein kann. Man glaubt zu wissen, wo der nächste Posten steht, schaut dann aber zu wenig genau auf die Karte.
Was rätst du einem Anfänger, der zum ersten Mal an einem solchen Anlass teilnimmt?
Er soll sich beim Kartenlesen Zeit lassen. Wenn er keinen Kompass hat, richtet er die Karte am besten nach dem See und wenn er einen Posten gefunden hat, soll er dieses Erfolgserlebnis geniessen.
Welchen Tipp gibst du einer Kollegin aus dem Nationalkader, die eine Woche vor der Schweizer Meisterschaft im Sprint-OL in Richterswil einen letzten Test absolvieren will?
Sie muss in Richterswil das Lauftempo immer wieder anpassen. Es wird schnelle Passagen geben und Passagen, die sehr präzise Kartenarbeit erfordern.
Was werden die Teilnehmenden während des Wettkampfes im Dorfkern erleben?
Ich hoffe, sie kreuzen viele andere begeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sie werden erstaunt sein über die versteckten Winkel, die es in diesem Dorf gibt.
Was erleben sie nach dem Postenlauf durch Richterswil?
Im Laufzentrum beim Schulhaus Boden können sie sich in der Festwirtschaft erfrischen und mit anderen Wettkämpfern fachsimpeln. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel es auch nach einem kurzen Lauf zu diskutieren und erzählen gibt. Kindern bieten wir auf dem Schulareal zudem einen Schnur- und einen Schulhaus-OL an.